A49 BW 111 Talbrücke Katzenbach, Schwalmstadt

Im Zuge des Neubaus der Bundesautobahn A 49, VKE 20 wird innerhalb der Gemarkung Rommershausen zur Querung des Katzenbachs der Neubau einer Talbrücke erforderlich.

Aufgrund der örtlichen Randbedingungen erfolgt die Herstellung im Taktschiebeverfahren. Bei den gewählten Stützweiten bleibt der Bereich des Katzenbachs von dem Bauwerk unberührt. Der Talraum wird durch die zurückgesetzten Widerlager weitestgehend offen gehalten, die Eingriffe im Bereich der durch die Dammkegel überbauten Flächen können bei dieser Variante am weitesten reduziert werden. Für die Überbauten eignet sich bei diesen Vorgaben aus statischen und wirtschaftlichen Gründen ein Hohlkasten-Querschnitt in Mischbauweise.

Die Talbrücke Katzenbach ist als 6-Feldbrücke mit einem einzelligen Hohlkastenquerschnitt je Richtungsfahrbahn in Mischbauweise geplant. Der Abstand zwischen den Überbauten beträgt 10 cm.

Mit Einzelstützweiten von 36 m bzw. 45 m ergibt sich eine Gesamtlänge der Talbrücke zwischen den Endauflagern von 252 m. Die Konstruktionshöhe der beiden Hohlkästen beträgt in Überbauachse konstant 3,20 m. Als kleinste lichte Höhe zwischen UK Überbau und Geländeoberkante ergibt sich an den Widerlagern ein Maß von ca. 5,35 m. Für die Talbrücke Katzenbach wurde ein Gestaltungskonzept entwickelt. Demnach werden die Widerlagerflügelwände in sägerauer Schalung ausgeführt. Sie erhalten horizontale Gestaltungsfugen, die von den Flügeln um Wanderausrundungen herumgeführt werden. Die Herstellung der Überbauten, der Pfeiler und der Vorderkante der Widerlager erfolgt konventionell unter Verwendung von sägerauer Brettschalung mit versetzten Stößen. An den Pfeilern und Widerlagervorderkanten soll eine lotrechte Struktur entstehen, an den Überbauten verläuft die Schalungsstruktur parallel zur Gradiente. Die begehbaren Oberflächen der Kappen sind mit Besenstrich zu versehen.

Die Wandscheiben  der  Pfeiler  greifen  das  Grundmotiv  "Rundung"  auf.  Die  Pfeilerquerschnitte erhalten eine ovale Form. Zur Aufnahme der Lager und Pressen im Endzustand und der Verschublager im Bauzustand müssen die Pfeiler nach oben hin in Längs- und Querrichtung aufgeweitet werden. Diese Aufweitung entsteht allmählich, ohne Absatz aus dem Schaft heraus und folgt einer leichten Krümmung mit konstantem Radius.