Umgestaltung Uferstraße in Frankenberg (Eder)

Die Maßnahme hat insbesondere die verkehrsgerechte Anpassung der ehemaligen Bundesstraße unter Erhalt der bestehenden Parkplätze zum Ziel. Die Kreuzung Kanton-Brou-Straße wird zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut.

Es wird eine großzügige Uferprommenade für Radfahrer und Fußgänger geschaffen. Gestalterisch wird sich die Stadt in Form einer dreireihigen Baumallee und einer natürlichen Parkanlage zur Eder öffnen.

Die Um- und Ausbaustrecke der Uferstraße/ Jahnstraße liegt am nordwestlichen Ortsrand der Stadt Frankenberg und stellte in der Vergangenheit als Funktion einer klassifizierten Bundesstraße (B 252) eine wichtige innerörtliche Verbindungsstraße mit übergeordneter, raumordnerischer Verbindungsfunktion sowie die funktionelle Gliederung und Erreichbarkeit zwischen den umliegenden bzw. angrenzenden Klein- und Mittelzentren dar.

Darüber hinaus kommt der Uferstraße innerhalb des städtischen und des regionalen, öffentlichen Nahverkehrs im Rahmen der Personenbeförderung eine zentrale Rolle zu, hierbei sind Schulbeförderungsfunktionen nicht zu vernachlässigen.

Mit der geplanten Baumaßnahme wird der Zustand der Fahrbahn und der Geh- und Radweganlagen den derzeitigen und künftigen Erfordernissen hinsichtlich der Bausubstanz und der Verkehrssicherheit angepasst.

Die Ausbauplanung sieht eine Befestigung der geplanten Fahrbahnflächen in Asphaltbauweise und die der geplanten Gehweganlagen in Betonsteinpflaster mit Natursteinvorsatz vor. Der Fahrbahnrand wird mit einem Hochbord aus Granit mit Fase eingefasst und die Parkplatzflächen mit Natursteinpflaster versehen.

 

Die Baumaßnahme umfasst die grundhafte Erneuerung der Fahrbahnen-, Rad- und Gehweganlagen in der

- Uferstraße, Jahnstraße und Teilbereich der Bremer Straße,

- die barrierefreie Ertüchtigung der Bushaltestellen Uferstraße und Jahnstraße,

- Umbau der Kreuzungen Uferstraße / Jahnstraße,

- Umbau der Kreuzung Uferstraße / Wilhelmstraße und

- Umgestaltung der Einmündung Uferstraße / Kanton-Brou-Straße zu einem

  Kreisverkehrsplatz,

- Neubau des Überführungsbauwerk Wehrweide für Rad- und fußläufige Verkehre,

- sowie die Neuordnung der Radwege-Verkehrsanlagen im gesamten Streckenabschnitt.

 

Der Ausbau der Uferstraße beginnt im Bereich des bereits ausgebauten Abschnittes der Uferstraße auf Höhe des Landratsamtes und endet mit dem Umbau der Kreuzung Uferstraße/ Wilhelmstraße in nördlicher Richtung. Die geplante Ausbaulänge beträgt ca. 820 m.

Der Ausbaubereich der Jahnstraße beginnt mit dem bereits ausgebauten Straßenabschnitt im Einmündungsbereich Bahnhofstraße/ Neustädter Straße und endet am beschrankten Bahnübergang der Kurhessenbahn in westlicher Richtung. Die geplante Ausbaulänge beträgt ca. 210 m.

 

Radwege

Die Radwegführung ist in großen Teilen nicht eindeutig und genügen nicht den zeitgemäßen Ansprüchen einer Radwegeführung in Breite und Trassenführung. Es liegen keine ausgewiesenen Radfahrstreifen bzw. Schutzstreifen vor. Der Radfahrverkehr ist gezwungen, teilweise im fließenden Verkehr mit den anderen Verkehrsteilnehmern zu fahren.

Es bedarf einer Neuanlage und Gesamtquerschnittsaufteilung des gesamten Radfahrverkehrs. Im Rahmen der Planung liegt ein besonderes Augenmerk auf eine Entzerrung der Verkehrsteilnehmer, um eine eindeutige Verkehrsführung für den regionalen und überregionalen Radverkehr zu schaffen und somit die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

 

Verkehrsführung Uferstraße

Die vorgegebenen Grenzverhältnisse der Uferstraße lassen Trassenänderungen nur im zur Verfügung stehenden Verkehrsraum zu. Der Verkehrsraum wurde neu organisiert und den vorhandenen Gegebenheiten und angetroffenen Örtlichkeit angepasst.

Die Linienführung hat sich an der vorhandenen Trassenführung und an den örtlichen Gegebenheiten, Bebauung auf der Ostseite und die Vorflut „Eder“ und „Nemphe“ auf der Westseite, Gewässer der III. Ordnung, orientiert. Die Fahrbahnachse wurde entsprechend der neuen Verkehrsraumaufteilung in Richtung „Bebauung“ verschoben, eine Sicherstellung der Verkehrsräume aller Verkehrsteilnehmer ist somit gewährleistet.

 

Fußgängerführung beim Parkhaus

Der Fußgängertunnel im Bereich des Parkhauses wird aufgegeben. Er kann nicht barrierefrei erreicht werden und ist nicht mehr zeitgemäß. Durch die Aufgabe des Tunnels kann die Gradiente vom Kreuzungsbereich Kanton-Brou-Straße bis zur Wasserachse abgesenkt werden. Dies hat den Effekt, dass die Passage des Parkhauses, welche im Bereich Parkhaus den Gehweg bildet, nicht mehr unterhalb des Straßenniveaus verläuft, sondern auf dem neuen Straßenniveau.

 

Kreisverkehrsplatz

Die bisherige Einmündung Uferstraße / Kanton-Brou-Straße wird durch einen Kreisverkehrsplatz erneuert. Außerdem wird dort eine zusätzliche Ausfahrt mit Anschluss zur Bremer Straße / öffentliches Parkhaus angelegt.

 

Unterführungsbauwerk Walkegraben

Zur Querung des Walkegrabens ist eine neue Fuß- / Radwegbrücke geplant. Der bisherige Standort wird aufgegeben und die neue Gradiente in Verlängerung des Aufgangs zur Fußgängerzone angelegt. Mit der Errichtung eines Fahrstuhlturms am Parkhaus entsteht dadurch eine barrierefreie Achse vom Parkplatz / Festtagsgelände „Kleine Wehrweide“ bis in die zentrale Einkaufslage „Neustadt Frankenberg (Eder)“.

 

Bushaltestelle Uferstraße

An der Bushaltestelle Uferstraße halten zu Stoßzeiten bis zu drei Busse gleichzeitig. Die momentane Bushaltestelle bietet nicht genügend Platz für diese Anzahl an Bussen. Nach Schulschluss kommen 150 - 170 Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Schulen zur Haltestelle Uferstraße und warten dort bis zu 30 Minuten auf den passenden Bus. Momentan gibt es nur wenige Sitzgelegenheiten, ein kleiner Fahrgastunterstand und einen provisorischen Weg durch die Böschung.

Dies wird durch einen ca. 43 qm großen Unterstand, Sitzgelegenheiten sowie einem Treppenzugang mit Sitzstufen angepasst.

 

Für weitere Informationen können Sie gerne auf der Internetseite der Stadt Frankenberg weiterlesen. [hier]