Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses - Fauerbach vor der Höhe

Der Magistrat der Stadt Butzbach plant die Errichtung eines neuen Dorfgemeinschaftshauses auf dem Gelände des Sportplatzes Fauerbach, Gemarkung Fauerbach v.d.H., Flur 6, Flurstück 79. Der Sportplatz liegt südwestlich des Ortskerns an der Landstraße L 3353, Richtung Waldsolms, dreiseitig gefasst von Kleingärten. Der erdgeschossige Neubau wird den maroden Altbau in der Ortsmitte ablösen.

Das neue Dorfgemeinschaftshaus wird auf der Parzelle südöstlich neben dem vorhandenen Sportlerheim platziert, wobei beide Gebäude energetisch zusammen versorgt werden sollen. Die neue, gemeinschaftliche, Heizungsanlage wird im neuen Dorfgemeinschaftshaus untergebracht. Nördlich des Gebäudes bleiben die großen Laubbäume weitestgehend erhalten, die den dahinterliegenden, öffentlichen, Spielplatz räumlich abtrennen.
Der Spielplatz soll in einer gesonderten Maßnahme, nach Abschluss dieser Baumaßnahme überholt werden.
Südlich und östlich des Neubaus sollen insgesamt 40 Stellplätze für die Besucher des DGHs und des Sportplatzes hergestellt werden, wovon 29 PKW- und 29 Fahrrad-Stellplätze für die Besucher des DGHs vorgehalten werden.

Das Raumprogramm:
Das Raumprogramm des Gebäudes sieht drei Mehrzweckräume vor, die insgesamt eine Besucherzahl von maximal 200 Personen aufnehmen sollen. Aufgrund der Personenbeschränkung wird das Gebäude formal nicht als Sonderbau eingestuft, sondern in Gebäudeklasse drei.

Der große Mehrzwecksaal mit ca. 135 qm erhält eine angegliederte Catering- Küche sowie eine Theke mit Kühllager. Er bildet somit den zentralen Kern des neuen Dorfgemeinschaftshauses. Die zwei kleineren Mehrzweckräume mit jeweils ca. 42qm sind über eine mobile Trennwand zusammenschaltbar und direkt vom großen Mehrzweckraum zugänglich. Ergänzt wird das Raumprogramm durch ein Foyer, eine WC- Anlage, sowie verschiedene Lager- und Technikräume.

Die Fassade:
Auch von außen ist der große Mehrzweckraum mit seiner Attika und dem dahinterliegenden, aufstrebenden Pultdach, das nach Norden abfällt, ablesbar. Die freundlich gelbe Farb-Gestaltung der Fassade unterstreicht diesen Gebäudeteil zusätzlich. Die Fassadengestaltung der Nebenräume sowie die flach geneigten Dächer werden sich in der Architektursprache insgesamt zurückhalten, um Fokus auf den Gebäudemittelpunkt nicht zu beeinträchtigen.

Die Wandkonstruktion:
Das Gebäude wird in Massivbauweise errichtet werden. Die tragenden Außenwände werden aus 36,5 cm starken Porenbeton- Mauerwerk hergestellt. Die erforderlichen Betonteile in den Außenwänden werden gemäß EnEV gedämmt. Die nichttragenden Innenwände werden in Trockenbauweise hergestellt. Tragende Innenwände werden in Kalksandstein- Mauerwerk hergestellt.

Die Dachkonstruktion:
Das Dach über dem zentralen Mehrzweckraum soll mit einer leichten Konstruktion aus Holzleimbindern und Trapezblechen überspannt werden, im Gegensatz dazu erhalten die Nebentrakte eine 26 cm starke, massive Betondecke, welche die Brandschutzanforderung F30, gemäß Brandschutzkonzept erfüllt. Im Gegensatz zu den eben verlegten Betondecken wird das Trapezdach mit 5 Grad Dachneigung verlegt. Das Trapezblech wird in gelochter, schallabsorbierender Ausführung vorgesehen werden.

Der Energiestandard:
Das Gebäude wird gemäß aktueller Energieeinsparverordnung (seit 01.01.16 verschärfte Anforderungen der EnEV2014) ausgeführt. Als Energieträger wird Flüssiggas verwendet und zur Erfüllung des Erneuerbare- Energien- Wärmegesetzes (EEWärmeG) soll eine ca. 45 qm große Photovoltaikanlage auf dem massivem Dach über MZR 2 und 3 installiert werden. Der vorhandene Flüssiggastank des Sportlerheim ist vor Baubeginn zu demontieren. Ein neuer, gemeinsamer, Tank soll das DGH und das Sportlerheim fortan zusammen versorgen. Die Aufstellung und Inbetriebnahme muss zur Gewährleistung des durchgehenden Betriebs des Sportlerheims vor Baubeginn erfolgen. Die Wärmemengen für Sportlerheim und DGH werden getrennt erfasst.

Die Außenanlage:
Die geplanten Stellplätze umfassen einen Großteil der im Süden zur Verfügung stehenden Außenfläche. Die Parkplatzflächen werden durch dunkles Öko-Pflaster vom Verkehrsbereich in hellem Ökopflaster abgesetzt.

Die Stellplätze werden durch Bäume gemäß Außenanlagenplanung und der Stellplatzsatzung neben den bestehenden Bäumen ergänzt. Die Restfläche wird begrünt. Die Küche erhält einen separaten Andienungsweg, der ebenfalls in Ökopflaster ausgebildet wird. Der große Mehrzweckraum erhält im Süden einen großzügigen gepflasterten Freisitz.