B252 Neubau der UF L3381 - BW 21 + 21a

Durch die Baumaßnahme sind die Bundesstraße 252 und 62 betroffen. Mit dem Ausbau der Bundesstraße 252 als Umgehungsstraße wird die Gemeinde Wetter mit den OT Todenhausen und Niederwetter entlastet. Im südlichen Abschnitt erfolgt der Ausbau der B 62 als Umgehungsstraße des OT Göttingen der Gemeinde Lahntal. Die Umgehungsstraße verläuft auf der Westseite der genannten Ortschaften.

Als Gesamtbreite zwischen den Geländern ergibt sich daraus ein maß von 12,12 m. Der Unterführte Hauptwirtschaftsweg wird im Bereich der Unterführung aufgeweitet und hat eine Breite zwischen zwischen 4,20 und 4,60 m, parallel verlaufen Mulden mit einer Breite von jeweils 1,50 m. Östlich vom Wirtschaftsweg verläuft ein ca. 9,00 m breiter Grünstreifen. Der Grünstreifen besteht weitestgehend aus einer Sand- und Erdsohle, mittig vom Bauwerk wird ein 2,0 m breites Sandbett angelegt. Die lichte Weite zwischen den Widerlagern beträgt 20,00 m. Als kleinste lichte Höhe zwischen der B 252 und dem Hauptwirtschaftsweg  ergibt sich ein Maß von 4,752 m.

Das Bauwerk wurde tief auf Bohrpfählen gegründet. Die vorgesehene Pfahlgründung besteht je Widerlager aus 5 lotrechten Bohrpfählen von 1,20m Durchmesser. Die erforderlichen Pfahlkopfbalken haben eine Höhe von 1,20 m und liegen mit der Unterkante auf 233,70 m ü. NN. Die Pfahlkopfbalken und die aufgehenden Widerlagerwände sind in die Pfähle eingespannt. Die Flügel werden auf 6,00 m breiten und 1,20 m hohen Pfahlkopfplatten gegründet. Die Bohrpfähle bekommen eine Länge von 6,50 m, einen Durchmesser von 0,90 m und werden lotrecht bzw. unter einer Neigung von 1:8 ausgeführt. Die Pfähle werden verrohrt und unter stehender Wassersäule hergestellt, wobei die Oberkanten der Pfähle, gemäß ZTV-ING, mindestens 50 cm über Unterkante des Pfahlkopfbalken betoniert werden und auf eine Höhe von 5 cm über Unterkante Pfahlkopfbalken nach Aushub der Baugrube abgearbeitet werden.

Die Irritationsschutzwand wird ebenfalls auf Bohrpfählen gegründet. Die Bemessung der Pfahllängen kann analog den "Entwurfs- und Berechnungsgrundlagen für Bohrpfahlgründungen und Stahlpfosten von Lärmschutzwänden an Straßen" erfolgen.

Die Widerlager bestehen aus den Rahmenstielen der Tragkonstruktion und den jeweils durch eine gefalzte Fuge getrennten Flügelwände. Die Rahmenwände bekommen eine Dicke von 1,35 m. Zur Steuerung der Rissbildung aus Dehnbehinderungen wird in den Rahmenstielen, zusätzlich zu den erforderlichen bewehrungstechnischen Maßnahmen, jeweils eine Scheinfuge angeordnet. Die Flügelwände sind mit einer Wanddicke von 1,00 m bzw. 1,20 m konzipiert. Sie sind durch eine gepfalzte Raumfuge von den Rahmenwänden getrennt.

Die Rahmendecke wird als schlaff bewehrte, Stahlbeton-Vollplatte mit einer Dicke von 1,10 m bzw. 1,35 m ausgeführt, die Teil des unten offenen Rahmenbauwerks ist. Die Breite der Fahrbahnen beträgt 8,50 m, zusammen mit den Brückenkappen ergibt sich eine Gesamtbreite von von 12,97 m. Die seitlichen 1,65 m langen Kragarme verjüngen sich zum äußeren Rand von 40 cm auf 25 cm. Die Vollplatte verjüngt sich seitlich, aus optischen und schalungstechnischen Gründen, beidseitig jeweils um 10 cm, wobei die minimale Plattenbreite 8,57 m beträgt. Die Stützweite des Überbaus beträgt 22,45 m.

Die Fahrbahn wird mit einem Quergefälle von 2,5 % ausgebildet, dass das Oberflächenwasser am tiefliegenden Fahrbahnrand gesammelt und über Abläufe, die vor den Widerlagern angeordnet werden, in die Streckenentwässerung eingeleitet.

Der Brückenbelag besteht aus

  • Grundierung oder Versieglung
  • Dichtungsschicht aus 1 Lage bit. Schweißbahn    0,5 cm
  • Schutzschicht Gussasphalt MA 11 DS                   3,5 cm
  • Deckschicht Gussasphalt MA 11 DS                      4,0 cm       ∑ 8,0 cm

An der westlichen Flügelwand des Widerlagers wird eine Jahreszahltafel in die Betonfläche integriert. Die Tafel trägt die Jahreszahl der Fertigstellung. Für Kontrollmessungen im Endzustand werden Messbolzen in den Kappen des Überbaus und der Flügel sowie in den Rahmenstielen vorgesehen.  Zusätzlich erhalten die Widerlager Messbolzen für bauzeitliche Kontrollmessungen. Die Böschungsstreifen unterhalb der Kappen bzw. der Flügelauskragungen erhalten eine Befestigung aus Betonpflaster. Die Böschungstreppen werden mit Betonwerkstein-Blockstufen hergestellt.