Gründungsarbeiten für das Vorhaben Gefahrenabwehrzentrum Gießen

Das zu bebauende Grundstück liegt am Nordostrand von Gießen auf dem Gelände des ehemaligen US-Depots im Bereich der Straße "Stolzenmorgen". Für den Neubau eines Gefahrenabwehrzentrum sind gründungsvorbereitenden Maßnahmen durchzuführen.

In den Gebäude- bzw. Fundamentbereichen soll ein Bodenpolster von 2,50 m Tiefe hergestellt werden. Dieser Aufbau ist in einer Breite von 3,50 m über die Gebäudekanten hinweg vorzunehmen. Bei den unteren 40 cm des 2,50 m tiefen Bodenpolster soll das Erdplanum (gewachsener Boden) durch Einfräsen von Mischbindemittel verbessert werden. Das Erdplanum und das Einbaumaterial ist so zu verdichten, dass auf jeder 2. Einbaulage und der OK Geländeaufschüttung ein Verformungsmodul EV2 > 100 MN/m² erreicht wird.

In den Hof- bzw. Verkehrsflächen soll der Oberbau 70 cm bzw. 55 cm stark werden. Das Erdplanum wird in diesen Bereichen ebenfalls 40 cm stark vermörtelt und es ist ein Verformungsmodul von EV2 > 45 MN/m² nachzuweisen. Die fertig gestellten Planumsflächen werden mit ca. 10 cm bauseits auf dem Grundstück gelagerten Recycling-Schotter abgedeckt und im Anschluss daran mit einer ca. 10 cm starken Schicht aus Basalt-Schottermaterial überzogen und verdichtet. Die Maßnahme muss in verschiedenen Teilabschnitten durchgeführt werden.

Im Zuge der Bauarbeiten wird ein bauseitig gestellter Bodengutachter für die Auswertungen und Umsetzung der Baumaßnahme beauftragt. Weiterhin wird die Maßnahme in Teilbereichen von entsprechenden Mitarbeitern für eventuelle Kampfmittelsondierungen baubegleitend betreut.