Neubau Produktionsgebäude ZOSTER GSK-MARS-Campus

Die Firma GlaxoSmithKline Vaccines beabsichtigt auf dem Werksgelände Görzhausen II bei Marburg das Projekt ZOSTER zu realisieren. In dem Neubau mit der Gebäudebezeichnung N350 soll ein Impfstoff gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) hergestellt werden. Das geplante Bauvorhaben wird auf Grundlage der geltenden Rechtsvorschriften des Landes Hessen beurteilt. Insbesondere sollen die für Industriebauten maßgebenden Anforderungen berücksichtigt werden.

Die bauliche Anlage befindet sich auf dem Werksgelände Görzhausen II der Firma GSK Vaccines in Michelbach. Das Gebäude wird an der nördlichen Seite der bestehenden Produktions-, Lager und Energiegebäude angebaut und erhält die Gebäudenummer N350. Der Gebäudekomplex besteht aus den Gebäuden N300 (Warehouse), N301 (Spine), N310, N320 und N330 (CSS), N340 (Powerplant), N370 (MMP).

Das Gebäude wird direkt an die Nordfassade des Gebäudes N310 angebaut. Das Gebäude ist über die komplette Gebäudehöhe mit diesem verbunden. In Level 0 und Level 2 gibt es direkte Verbindungen zwischen den beiden Gebäuden. In Level -1 erfolgt die Anbindung des Gebäudes an die anderen Gebäude über einen Verbindungsbau mit dem Untergeschoss der Warehouse Erweiterung N300.

Das Gebäude hat einen L-Förmigen Grundriss und bildet zusammen mit dem Gebäude N310 / N320 einen Innenhof. Der Bau ist einschließlich des Innenhofes komplett unterkellert und verfügt über drei oberirdische Geschosse. Die Gesamthöhe von ca. 13,00 m ist damit ca. 90 cm höher als das Gebäude N310. Die Erschließung für die Mitarbeiter erfolgt über eine Außentreppe, bzw. Rampe an der Ostseite des Gebäudes. Der Innenhof zwischen den Gebäuden N350 und N310 ist unterkellert und mit PKW´s bis 7,5 t befahrbar.

Das Gebäude wird als Stahlbetonskelett errichtet. Als Tragstruktur dienen Stützen und Deckenscheiben. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt durch die Treppenhauskerne und die Schächte. Die Innenwände ohne Brandschutzanforderung können alle als nichttragende Wände ausgebildet werden und ermöglichen somit größtmögliche Flexibilität in der Ausbildung der Grundrisse. Prozessräume und Office-Bereiche sind brandschutztechnisch voneinander getrennt. Zwischen den Office-Bereichen gibt es geschossweise Brandabschnitte. Innerhalb dieser Brandabschnitte kann die Nutzung der Bürobereiche flexibel gestaltet werden.

Der Zugang für das Personal im Prozess, wie auch für den Bürobereich erfolgt über die südöstliche Ecke des Gebäudes. Vom zentralen Eingangsbereich kann über das Treppenhaus / Aufzug, sowohl der Umkleidebereich wie auch die Büroetagen erreicht werden. Der Zugang für die Techniker in Level -1 kann ebenfalls über dieses Treppenhaus erfolgen oder über den Verbindungsbau im Untergeschoss zum Warehouse N300. Der Abtransport von Abfall und der Samples erfolgt über die Zugangstüren im Innenhof. Das zweite Treppenhaus dient lediglich als 2. baulicher Rettungsweg.

Der Zugang zum Gebäude erfolgt über barrierefreie Rampen im Außenbereich. Alle Geschosse des Gebäudes können über den Aufzug im Eingangsbereich barrierefrei erschlossen werden. In Level 1 und Level 2 des Bürogeschosses befindet sich jeweils eine behindertengerechte Toilette nach DIN 18040-1.

Der Bürobereich wird als offenes Bürokonzept ausgebildet. Der Bürobereich umfasst in Level 1 ein Gemeinschaftsbüro für 16 Personen – ergänzt durch ein Einzelbüro und einen großzügigen Empfangsbereich. In Level 2 sind im Gemeinschaftsbüro 20 Personen untergebracht – ebenfalls ergänzt durch ein Einzelbüro und einen Konferenzraum. In der Mittelzone der Bürofläche befinden sich Besprechungszonen und Think Tanks für flexible Arbeitsgestaltung. In jeder Büroetage befindet sich zudem zwei große Besprechungszimmer, ein Kopierraum und eine Teeküche. In Level 1 ist zusätzlich ein Dokumentenraum untergebracht. Die Arbeitsplätze sind i.d.R. zu Vierergruppen zusammengefasst und verfügen über ergonomisch günstige Tische und Stühle, sowie ausreichend Ablagefläche. Rückwärtig zum Arbeitsplatz sind Aktenschränke angeordnet. Die Arbeitsplätze sind für die Bildschirmarbeit optimiert und verfügen über eine ausreichende Zahl von Anschlüsse für Telefon, EDV und Beleuchtung. Die Zuleitung zu den Tischen erfolgt über einen Bodenkanal in Tischgruppenmitte.