Intergrierte Maßnahmen im Magazin, Staatsarchiv Marburg

In den letzten Apriltagen 2017 begann im Staatsarchiv Marburg eine große Baumaßnahme „zur Herstellung vorbeugenden Brandschutzes sowie zur Unterstützung des Raumklimas und der Gebäudesicherheit im Magazinbereich“. Die Maßnahmen hatte zum Ziel, das denkmalgeschützte Gebäude aus den 1930er Jahren den Erfordernissen moderner Archivbauten anzupassen.

Das durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen betreute Projekt gliederte sich in drei Teilmaßnahmen, die im Wesentlichen parallel umgesetzt wurden. Zum einen erhielt der Magazintrakt eine Lüftungsanlage, um die klimatischen Bedingungen für die Lagerung des Archivguts dauerhaft zu verbessern bzw. zu optimieren. Im Zuge dessen wurden vertikal durch die Magazingeschosse verlaufende Zu – und Abluftkanäle in das Gebäude eingebracht und mehrere neue Betriebsräume für die Steuerung der Lüftungstechnik eingerichtet.

Zum anderen wurde das Staatsarchiv mit einer Wassernebellöschanlage ausgestattet, die im Brandfall den Schutz von Personen und des verwahrten Kulturgutes gewährleistet. Dadurch, dass dieses Hochdrucklöschsystem Brände mit einem aus Mikrotröpfchen bestehenden Wassernebel bekämpft, werden etwaige Wasser- und Rauchschäden an dem betroffenen Archivgut auf ein Minimum reduziert.

Weiterhin sah die Bauplanung die Ausführung verschiedener sicherheitsrelevanter Maßnahmen vor, so etwa die Einrichtung einer Einbruchmeldeanlage und ein elektronisches Schließsystem.

Mit dieser Baumaßnahme wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen sein, dass die im Gebäude des Staatsarchivs verwahrten Unterlagen unter optimalen Bedingungen gelagert und nach dem neuesten Stand der Technik gesichert werden.