Projekt 1527

Statisch konstruktive Sicherung Lokschuppen II, Bebra

Der Lokschuppen II liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof in Bebra. Die Stadt Bebra plant das Gebäude als Technisches Denkmal zu erhalten. Eine spätere Nutzung z.B. als Veranstaltungsraum wird derzeit überlegt. Die statisch konstruktive Sanierung wird durch ein Förderprojekt der EU und des Landes Hessen unterstützt.

Der Lokschuppen II wurde ca. 1876, als Ringschuppen mit angebauter Werkstatt und Bürogebäude erbaut. In den 16 Ständen konnten bis zu 16m lange Dampflokomotiven instand gesetzt bzw. gewartet werden. Die vor dem Lokschuppen befindliche Drehscheibe hatte einen Durchmesser von 16 m. Aufgrund der immer länger werdenden Dampflokomotiven musste eine Verlängerung der Stände vorgenommen werden. Hiervon war auch die Drehscheibe betroffen, die dann aus Platzgründen zu einer Segmentscheibe umgebaut wurde. Mitte der 1960er Jahre erfolgte ein Rückbau bzw. Teilabriss des Lokschuppens. Von den ursprünglich 16 Ständen blieben 7 Stände bestehen. Bis ca. 1996/97 erfolgte im Lokschuppen II die Wartung von Diesellokomotiven der Deutschen Bahn.

Durch die ca. 120-jährige Verwendung als Wartungs- und Instandhaltungsgebäude für Dampf- und Diesellokomotiven war mit einer Belastung durch die nutzungsspezifische Kontamination aus dieser Zeit zu rechnen. Gefunden wurden neben Polychlorierten Biphenylen (PCB) auch Zink und Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW). Besonders die hohe Bleikonzentration in der Dachkonstruktion machte eine Trennung der Baustelle in Schwarz/Weiß-Bereiche und entsprechende Vorkehrungen notwendig.